Prinzenball |
Die Nacht der Prinzen
von Gisela Rudolph
Lackschuhkarneval vom Feinsten: Zur Nacht der Prinzen im Hotel Hilton wirft sich die Haute-Volée von Düsseldorf in Schale. Frackzwang für die stolzen Prinzen, Smoking und große Abendrobe für die Gäste. Seit Jahrzehnten gehört der Prinzenball zu den wichtigsten Society-Ereignissen hier.
Illustre Stars wie Heidi Brühl, Johannes Heesters, Roland Kaiser, Boney M. oder die Kessler-Zwillinge traten auf. Ingrid Steeger wurde gar als Schneewittchen im gläsernen Sarg vom damaligen OB Klaus Bungert wach geküsst. Havanna am Rhein mit Mambo-No.5-Sänger Lou Bega inklusive Zigarren-Lounge erlebte die feine Gesellschaft in der Prinzen-Nacht ebenso wie das Spielerparadies Las Vegas inklusive Roulette und Black Jack. Sogar das legendäre „Rat Pack live from Las Vegas“ hatte fröhliche Wiederauferstehung in Gestalt optisch und akustisch nahezu originalgetreuer Doubles von Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr.

Zum Motto „66 Jahre Schlager“ feierte das Publikum ausgelassen mit Oldies but Goldies von Chris Roberts, Bata Illic, Cindy & Bert, Ireen Sheer und Michael Holm. Einmalig sicherlich auch die sechs sibirischen Tiger, die von Zirkusdirektor André Sarrasani über die Tanzfläche navigiert wurden oder die extra angefertigte Eisfläche, auf der 15 Eisläuferinnen aus Paris ihre Pirouetten drehten. Den Prinzen gehen die Ideen eben niemals aus.

Doch auch dieser Glamour-Event hat einmal klein angefangen im ehemaligen „Leinbach’s Weindorf“ an der Adersstraße. Später war „Toni’s Bar“, seinerzeit In-Treff der Jecken-Dynastien, Schauplatz, bevor dann in der Rheinterrasse der Ball stieg. Der war schließlich so begehrt, dass auch die Rheinterrasse aus allen Nähten platzte. Auf Initiative von Hubert Schlupp zogen die Prinzen mit ihrem Jahresball ins Hotel Interconti um, dem heutigen Radisson SAS, bis Prinzenclub-Chef Fritz Hildemann in den frühen 70er Jahren im Hotel Hilton der prinzlichen Nacht die bis heute endgültige Heimat gab. Hier feiern die Prinzen nun mit ihren rund 700 Gästen am 18. Januar eine besondere Gala zum 50. Prinzenclub-Geburtstag. DJ Ötzi und die Berliner Kultshow „Stars in Concert“ mit den Doubles Tina Turner, Whitney Huston, Rod Stewart und Joe Cocker bringen das Blut in den Adern der feinen Gesellschaft zum kochen. Da mag’s in Frack und Smoking schon ein bisschen heiß werden.
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2009 — "Ein karibisches Feuerwerk"
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2008 — "50 Jahre Prinzenclub"
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2007 — "Die Nacht der Prinzen"
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2006 — "Eine Nacht in Amerika" |
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2005 — "Dschungelfieber"
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2004 — "Die Nacht der Prinzen" |
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2003 — "Die Nacht der Prinzen" |
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2002 — "Die Nacht der Prinzen" |
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Böse Buben Ball |
Böse Buben Ball
Die Kult-Veranstaltung mit Flirtfaktor „10“
von Gisela Rudolph
Heiß her geht’s beim Böse Buben Ball seit mehr als 30 Jahren sowieso. Vom Lackschuhkarneval keine Spur, dafür umso phantasievollere Kostümierung ist hier gefragt: Crazy, exotisch, super sexy – je schriller, umso besser. Hier eine Karte zu ergattern ist äußerst schwierig, ist doch der Ball Wochen vorher bereits ausverkauft.
Ein Baby von Wolfgang Schackow ist das heute beliebteste Kostümfest in Nordrhein-Westfalen, das alljährlich um die 3.500 Jecken in die Rheinterrasse lotst. Was zu Schackows Gründerzeiten des Balls manchen bösen Buben noch ein Dorn im Auge war – nämlich statt fester Sitzordnung diverse Bars, Diskos und Life-Bands zum Tummeln, Turteln, Toben, Trinken, Tanzen – ist heute Markenzeichen der Riesenparty für Buben und Mädels aller Jahrgänge. Denn für Mädels wie Buben gilt gleichermaßen: Die Guten kommen in den Himmel, die Bösen überall hin. Wie beim Kulttermin im Karneval, dem Böse Buben Ball am Karnevalssamstag.
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2008 |
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Rosenmontagszug |
Standesgemäß fürs Bad in der Menge
Die Prinzenclub-Wagen beim Zoch
von Gisela Rudolph
Wenn es Rosen am Montag regnet und die Venetia mitsamt Prinz sich fein gemacht hat, ist auch der Club der Ex-Tollitäten längst gerüstet für den Zoch. Seit den 60iger Jahren gehört der Prinzenclub-Wagen zur unmittelbaren Vorhut oder Gefolgschaft des Prunkgefährts vom amtierenden närrischen Regenten in der Zug-Mitte.
Jacques Tilly Wagenbauer
Natürlich gebührt dem Prinz Karneval der prächtigste Wagen. Doch die Ex-Prinzen lassen sich nicht lumpen. Viel Aufwand wird betrieben, um dem Prinzenwagen ein gebührendes Geleit zu geben. Der jecke Künstler Jacques Tilly plant und entwirft zusammen mit dem nicht minder jecken Multitalent Hermann Schmitz den Wagen für den Prinzenclub. Dabei kommt’s nicht nur auf die äußere opulente Gestaltung an. Auch das für die Narren am Straßenrand unsichtbare Innenleben ist dem einstigen närrischen Herrscherstatus entsprechend aufwändig. Wenn die Ex-Prinzen und Ehrenmitglieder mit „Helau“ Bonbons & Co. unters Volk werfen, sorgt ein Teppich für kuschelweichen Stand. Über die gesamte Ausstattung nebst Bagagewagen – von Wurfmaterial und Bodenbelag bis hin zu Musikanlage mit närrischen Hits sowie genügend Ess- und Trinkbarem zur jecken Stärkung und Stimmung – wacht Hermann Schmitz als perfekter, besonnener Organisator. Damit’s den Ex-Prinzen während der langen Zoch-Stunden an nichts mangelt, sind gute Service-Geister an Bord, die der Besatzung kräftig einschenken und die flotten CD-Töne nicht verstummen lassen.
Klar, dass die Prinzen mit den Leckereien nicht geizen. Mit etwa 4,5 Tonnen Wurfmaterial ist der Prinzenclub-Wagen für die närrischen Massen über die Maßen so gut bestückt, dass meist ein ansehnlicher Teil an den Rosenmontagswagen der Werkstatt für angepasste Arbeit geht. Die dankte es dem Prinzenclub musikalisch und spielte zum jecken Richtfest mit einer eigenen Kapelle auf. Aber auch bedürftige Kinder in Moskau haben sich schon an dem erfreut, was vom närrischen Rosenmontags-Wagen der Ex-Prinzen übrig blieb.
Wenn’s nach den Jecken-Treffs beim Regierungspräsidenten und im Rathaus endlich auf den Wagen geht, ist die Club-Besatzung naturgemäß gut drauf – so gut, dass bei der Fahrt durch die Straßen schon mal ein Kotelett, eigentlich zum Verzehr auf dem Wagen gedacht, ins Getümmel am Wegesrand flog. Auch der Anorak eines der Besatzungsmitglieder musste dran glauben und landete hoch vom Wagen unten in der Menge. Der Windjacken-Besitzer wird’s verschmerzt haben. Schließlich ist jecke Kostümierung oberstes Gebot auf dem Wagen der Ex-Tollitäten und ihrer Gäste. Da hat man die Belegschaft statt mit einstigen tollitären Attributen beispielsweise mit Pappnasen und Clownskostüm gesehen.
Die Ausstaffierung unterliegt im Vorfeld natürlich höchster Geheimhaltungsstufe. So gibt’s sicher eine närrische Überraschung beim Rosenmontagszug der ex-tollitären Jubiläums-Session 2008. Hermann Schmitz und Jacques Tilly haben den Prinzenclub-Wagen nämlich besonders prunkvoll mit Glanz und Gloria gestaltet – schließlich heißt das Motto „Mer kann och alles öwerdriewe“…
Den Ex-Prinzen fällt ganz sicher kein Zacken aus der Krone, dies in entsprechender Maskerade aufzugreifen. Schau’n mer mal.
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2000 |
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Wolfgang Kral Tel.: 0211 / 33 66 66 Fax: 0211 / 870 - 20 94 Mobil: 0173 / 543 12 12
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Kautz Tel.: 0211 / 37 30 70
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