Der Club stellt sich vor

Der Prinzenclub der Landeshauptstadt Düsseldorf e.V. wurde 1958 gegründet und bietet den ehemaligen Karnevalsprinzen nicht nur eine standesgemäße Bleibe sondern ist auch eine hoch angesehene, gleichermaßen fröhliche wie elegante Gesellschaft im Düsseldorfer Winterbrauchtum.

28 ehemalige Prinzen und 8 Ehrenmitglieder treffen sich in Düsseldorfs Hausbrauerei "Zum Schlüssel" regelmäßig zum Gedankenaustausch und bereiten dort die beiden karnevalistischen Highlights des Düsseldorfer Karnevals, den eleganten Prinzenball im Hilton und den legendären Böser-Buben-Ball in den Rheinterrasseb vor.

Prinzenclub Gruppenbild 2016

Die Mitglieder des Prinzenclubs beim Prinzenball 2016.

Vorstand

Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Vize-Präsidenten und dem Schatzmeister. Die Vorstandsmitglieder werden für drei Zeitjahre von der ordentlichen Mitgliederversammlung gewählt.

 

 

Goldenes Heft

5 x 11 Jahre Prinzenclub Düsseldorf. Das goldene Jubiläumsbuch als PDF-Download.

 

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Goldenes Heft 2013              Goldenes Heft 2014

 

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Goldenes Heft 2016

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Präsident
Jobsi Driessen

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Vizepräsident
Dr. Rüdiger Dohmann

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Schatzmeister 
Wolfgang Kral

 

Mitglieder

Prinz 2016 Hanno Steiger

Prinz 2015 Christian Zeelen

Prinz 2014  Prinz 2013

Michael Schweers

Carsten Franke

Prinz 2012Thomas Puppe

Prinz 2011Simon Lindecke

Prinz 2010Dirk Kemmer

Prinz 2009Lothar Hörning

Prinz 2008Josef Hinkel


Prinz 2007Dr. Udo Heinrich

Prinz 2006Dr. Kay Adam

Prinz 2005Peter Sökefeld

Prinz 2004Dr. Rüdiger Dohmann

Prinz 2003Wolfgang Kral

Prinz 2002Stefan Kleinehr

Prinz 2001Peter König

Prinz 1999Thomas Merz


Prinz 1998Bernd Henkel

Prinz 1997Christian Feldbinder

Prinz 1993Hermann Schmitz

Prinz 1990Jürgen Kieruj

Prinz 1988Karl-Josef Hinkel

Prinz 1986Harald Müller

Prinz 1985Rudi Höhe

Prinz 1984Dr. Jörg Weck

 

Prinz 1982Hans-Joachim Driessen

Prinz 1978Engelbert Oxenfort

Prinz 1973Peter Thorwirth

Prinz 1972Werner Rott

Prinz 1968Helmer Raitz v. Frentz

Prinz 1966Werner Faßbender

 

 

Ehrenmitglieder

Seit 2016  Thomas Geisel, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf

Seit 2014  Oscar Bruch Junior, Schaustellerbetriebe Bruch, Düsseldorf-Oberhausen

Seit 2009  Joachim Hunold, Aufsichtsratsmitglied, airberlin

Seit 2008  Dirk Elbers, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Düsseldorf a. D.

Seit 2008  Klaus-Peter Müller, Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank AG

Seit 2007  Wolfgang Niersbach, Präsident Deutscher Fußball-Bund a. D.

Seit 2004  Werner M. Dornscheidt, Vorsitzender der Geschäftsführung, Messe Düsseldorf

Seit 2000  Wolfgang Kostka, Mitglied der Geschäftsleitung der Siemens AG a. D., Düsseldorf

 

 

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Die Entstehung des Prinzenclubs – das Jahr 1958 in Düsseldorf

von Gisela Rudolph

 

Charles de Gaulle wurde Ministerpräsident Frankreichs und der neue Regierungschef der Sowjetunion hieß Chruschtschow. Die USA schickte ihren ersten Satelliten in den Weltraum und in Los Angeles starb der Schriftsteller Lion Feuchtwanger. Viel los war im Jahre 1958 auch in Düsseldorf. Der 300. Geburtstag Jan Wellems wurde mit einer Festwoche gefeiert, die Chirurgische Abteilung des Evangelischen Krankenhauses bekam mit Dr. Werner Forßmann einen Nobelpreisträger zum Chef, für den Messe-Hit DRUPA wird erstmals die neue 20.000 Quadratmeter große Ausstellungshalle F benutzt und der legendäre Alfredo Erede wurde Generalmusikdirektor der Rheinoper. Die CDU gewann die Landtagswahlen, die jüdische Synagoge in der Mauerstraße wurde eingeweiht und im noblen Parkhotel trafen sich sechs Herren.

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Quelle: Stadtarchiv Düsseldorf, Fotograf: Dolf Siebert, 1958. Blick von den Oberkasseler Rheinwiesen auf die Rheinfront der Altstadt.

 

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Quelle: Stadtarchiv Düsseldorf,
Fotograf: Dolf Siebert, 1958.
Prinzenpaar Addi I. und Inge Troost 
bei der Prinzenkürung.

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Quelle: Stadtarchiv Düsseldorf
Fotograf: Unbekannt, 17.02.1958. Germanengruppe im Rosenmontagszug „Jan Wellem und seine Söhne“ am Corneliusplatz.

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Quelle: Stadtarchiv Düsseldorf
Fotograf: Dolf Siebert, 1958.
Café-Terrasse der Konditorei Bittner, Königsallee 44.

Die Ex-Prinzen Kurt Schüring, Addi Trost, Paul Hannemann, Franz Krampe, Erich Paefgen und Hans Leimbach waren zu einem großen Vorhaben zusammengekommen – nämlich den ehemaligen Narrenregenten eine würdige Heimat innerhalb des Düsseldorfer Jeckentums zu geben. Keine Geringschätzung der Prinzengarden war dies. Doch wer einmal ein stolzer Prinz im Karneval war, soll sich schließlich auch im wirklichen Leben unter seinesgleichen bewegen dürfen. Außerdem hatten es wieder mal die Kölner längst vorgemacht. Schon lange gab es in der Domstadt die Traditionsgemeinschaft der Dreigestirne – mit einem blauen Zylinder als tollitärem Markenzeichen. Im „vereinsbildenden Vorgespräch“, wie das Treffen 1958 in den Prinzenclub-Annalen genannt wird, waren sich die sechs Herren einig, dass ein simpler Verein keine angemessene Organisationsform für den künftigen elitären Mitgliederkreis sei. Bis die Welt nobel zu Grunde geht, sollte ‚noblesse oblige’ Wahlspruch des erlauchten Kreises sein – ähnlich den britischen Clubs, zu denen gehört, wer was auf sich hält. So wurde der „Club der Prinzen“ gegründet, der später etwas flüssiger in „Prinzenclub“ umgetauft wurde.

Flüssiges musste her, wollte man ein zünftig-tollitäres Clubleben auf die Beine stellen. Ob es wohl eine Runde Schampus gab, als Paul Hannemann und Addi Trost mit je 500 Mark aus eigener Tasche das Gründungskapital der Clubkasse stellten? Denn viel gab’s zu tun: Briefbögen mussten her, die Mützen waren in Auftrag zu geben und eigene Veranstaltungen sollte es auch geben. Eine zwar schmucke, dennoch närrische Kappe sollte den hohen Jecken-Status der Club-Prinzen unübersehbar machen. Peter Schramm ließ bei der damaligen Fahnenfabrik in der Benrather Straße die prächtigen goldfarbenen Mützen fertigen, die bis heute die Zugehörigkeit zum Club signalisieren. Schramm wurde dann auch bei der offiziellen Gründung, von der es leider keine Urkunde mehr gibt, Geschäftsführer des Clubs der Prinzen, der 1959 im Karnevalsausschuss, dem heutigen Comitee Düsseldorfer Carneval, aufgenommen wurde.

 

Zu ihrer ersten Veranstaltung luden die stolzen Ex-Prinzen 1963 in den Zweibrücker Hof an der Kö. Ob dies bereits als „Prinzenball“ über die Bühne ging, wissen selbst Düsseldorfs jecke Ikonen nicht mehr. Der Prinzenclub, der heute 28 Ex-Prinzen und acht Ehrenmitglieder zählt, ist Garant für ebenso jecke wie feine Feste im Karneval. In großer Gala geht's ins Hilton zum Prinzenball, bei dem die Prinzen in Frack und Narrenkappe Lackschuhkarneval von seiner besten Seite zeigen. Toll treiben es dafür Buben und Mädel aller Jahrgänge beim Böse Buben Ball in allen Sälen der Rheinterrasse.

Das Clubleben ist nicht minder abwechslungsreich. Alle zwei Monate ruft der Vorstand, gegenwärtig Jobsi Driessen als Chef, Dr. Rüdiger Dohmann als Vize und Wolfgang Kral als Schatzmeister, die Mitglieder zum „jour fixe“ zusammen. „Der offizielle Teil mit Beschlüssen und Veranstaltungsplanungen ist schnell abgehandelt“, sagt Jobsi. Denn zur Tagesordnung gehört das feucht-fröhliche Beisammensein. Schließlich handelt es sich um einen jecken Club, zu dessen oberster Maxime „Spaß an der Freud“ gehört. Den gibt’s reichlich, so sind sich alle Mitglieder einig.

 

Kein Wunder, dass gemunkelt wird, manch einer würde sich eigentlich wegen der Mitgliedschaft im Prinzenclub um den Narrenthron bewerben. Gern greift das neue Mitglied tief in die Tasche, um ein prinzliches Mahl auf den Tisch zu bringen. Das gehört nämlich zum Aufnahmeritus der „Frischlinge“ im Club. Zwar keine närrisch gekrönten Häupter, dafür Führungskräfte aus Wirtschaft, Sport, Politik bilden den Kreis der handverlesenen Club-Zugehörigen honoris causa. Und buchstäblich eine besondere Ehre ist es für jeden, dem die Ehrenmitgliedschaft im Prinzenclub angetragen wird. Denn wer drin ist, ist in!